Ausstattung

Auf dieser Seite werden wir etwas näher auf unsere taktisch/ technische Ausstattung eingehen.

Unser Tragkraftspritzenfahrzeug -Wasser-Zusatzeinrichtung TSF-W-Z

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Unsere TSF-W-Z dient uns seit seiner Indienststellung 2006. Als Basisfahrgestell dienst ein Mercedes Benz Vario mit Allradantrieb. Dieses Fahrgestell ermöglicht uns unproblematisch  die engen Gassen unseres Einsatzgebietes zu passieren und durch das zul. Gesamtgewicht von 7,5t können alle Kameraden, die ihren PKW-Führerschein vor 1999 erworben haben und keinen LKW-Führereschein besitzen, ohne Probleme als  Maschinist fungieren. Das Fahrzeug ist mit einer Geländeuntersetzung ausgestattet und verfügt über eine Differenzialsperre an der Hinterachse. Als Motor wurde der 150PS starke, 4,2 l, vier Zylinder Turbodiesel gewählt. Der Nebenantrieb des Getriebes treibt die Hochdrucklöschanlage (40bar) an, die eine Schnellangriffsvorichtung mit 60m formstabilem Schlauch versorgt. In der Staffelkabine sind die Unterlagen für den Gruppenführer, Funkgeräte, Handscheinwerfer, Erste-Hilfe-Koffer, Atemschutzmasken, Atemschutzüberwachung, Blitzleuchten und große Handwerkzeuge wie Bolzenschneider und Bügelsäge untergebracht. Das Fahrzeug verfügt über eine Sondersignalanlage von Hella  mit jeweils zwei Blitzern im Front- und Heckbereich. Die Kabine ist über eine Standheizung, Marke Webasto (2kw), beheizbar und eine Umfeldbeleuchtung ist im Aufbau integriert.

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Die vier Atemschutzgeräte sind im Aufbau fahrersetig untergebracht. Überhaupt teilt sich das Fahrzeugkonzept in zwei Teile. Hinter dem Maschinisten sitzt der Angriffstrupp. Steigt er fahrerseitig aus so findet er im Aufbau alles was er für einen ersten Angriff braucht. Das bedeutet dass er dort vier  C-Schlauchtragekörbe findet, eine Auswahl an Strahlrohren, die Feuerwehraxt, die Atemschutzgeräte mit Reserveflaschen und  einen Schaumittelkanister sowie eine Schaumschnellangriffpistole. Ergänzt wird die Ausstattung dort durch eine Werkzeugkiste,einen Winkelschleifer, Besen und Schaufeln, sowie einer Tauchpumpe und einem 12kg ABC-Löscher.

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Hinter dem Gruppenführer sitzt der Wassertrupp, da in unserem Einsatzgebiet Wasserentnahmestellen besonders rar sind baut der Wassertrupp meist die Versorgung aus dem 750-Liter fassenden Löschwassertank auf und unser MZF fährt mit seinem Schlauchanhänger zur Wasserentnahmestelle. Auf der Beifahrerseite findet der Wassertrupp alles im Aufbau einen reibungslosen Erstangriff zu unterstützen. Fünf B-Schlauch Tragekörbe, Verteiler,Sechs A-Saugschläuche, einen auf einem drehbaren Auszug gelagerten Stromerzeuger mit 6KW Leistung, die Steuerung für den mit zwei elektrisch schwenkbaren 1000W Strahlern bestückten pneumatischen Lichtmast, zwei 1000W Strahlern mit Stativ, Absperrmaterial und die Ausrüstung für den Kettensägeneinsatz.

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Im Heck befindet sich die auf einem ausziehbaren Schlitten gelagerte TS 8/8 “ULtra Leicht” der Firma Ziegler. Die 140kg schwere Pumpe verfügt über einen Anlasser, Getrenntschmierung und die Ziegler Ansaugautomatik TROKOMAT. Eine kleine tech. Änderung unserer Kameraden hilft beim umstellen von Tankbetrieb auf eine externe Löschwasserversorgung Zeit zu sparen. Am A-Eingang wird ein Sammelstück mit einem Kugelhahn angebracht. Liegt nun Wasser von einer anderen Pumpe an muss nur der Kugelhahn der Tankseite geschlossen werden und schon kann der Betrieb ohne Unterbrechung weiter gehen. Desweitern befindet sich im Heck die Tankfüllstandsanzeige, ein Scheinwerfer für den Maschinistenarbeitsplatz, diverse Armaturen zur Wasserentnahme und vier Steckleiterteile.

 

Unser Mehrzweckfahrzeug (MZF)

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Seit Februar 2013 steht unser neues Mehrzweckfahrzeug im Dienst. Der Volkswagen T5 Baujahr 2006 verfügt über eine Doppelkabine mit sechs Sitzplätzen sowie eine Pritsche mit maßangefertigtem Spriegelgestell (Fa.Wenzel, Pockau). Die seitlichen Planen rollen, dank eingenähtem Federstahl, selbstständig auf. Das gebrauchte Fahrzeug verfügt über einen 2,5l- Dieselmotor und daraus resultierenden 131PS. Die Leistung wird mittels Allradantrieb auf die Straße übertragen. Das Fahrzeug wurde vorher als Baufahrzeug genutzt und musste deshalb aufgearbeitet werden. Die Firma VIS-Fahrzeugtechnik in Schönfeld nahm sich dieser Aufgabe an und lackierte anschließend das Fahrzeug in RAL-Rot 3000. Nachdem Spriegel und Plane ihren Platz eingenommen hatten wurde ebenfalls durch die Fa. VIS ein Metallgestell zur Aufnahme aller Geräte aufgebaut und ein neuer Geräteauszug montiert, die Einhand-Entriegelung hierzu wurde von unserem Gerätewart erdacht und realisiert. Die Aufnahme der Tragkraftspritze (TS) wurde vom Vorgängerfahrzeug übernommen. Die 130kg schwere TS8/8 aus DDR- Produktion besitzt einen 2-Takt Zweizylinder Motor. Sie fördert 800Liter/min bei einem Betriebsdruck von 8bar. Gegenüber der TS lagern vier Schlauchtragekörbe mit ingesamt 160m B-Schlauchleitung gekuppelt und in Buchten gelegt. Der Geräteraum des MZF wurde in Eigenleistung mit einem wasserfesten Boden versehen. Alle Geräteaufnahmen und Halterungen die vom Vorgänger übernommen wurden, haben die Kameraden neu lackiert. Auf der Pritsche finden alle Geräte zur Wasserentnahme und Wasserförderung platz. Armaturen, Druckbegrenzungsventil und Absperrmaterial runden die Ausstattung ab. Eine selbst eingebaute, visuelle Warneinrichtung zeigt dem Fahrzeugführer an wenn noch eine der drei klappbaren Bordwände der Pritsche geöffnet ist. Im Führerhaus haben noch Blitzlampen, 2m-Funkgeräte und Handscheinwerfer ihren Platz eingenommen, alle Halterungen dazu wurden in Eigenleistung hergestellt. Als Sondersignalanlage wurde der Hellabalken (RTK4) vom alten Fahrzeug übernommen.

Der Anhänger

Unser MZF rückt immer mit einem Anhänger aus. Bei dem Anhänger handelt es sich um einen PKW- Anhänger, Typ HP400, aus DDR-Produktion, der in Eigenleistung aufgebaut wurde. Der Anhänger wurde im Jahr 2000 mit einem Spriegelgestell und einer Plane versehen. Danach wurden Haltevorichtungen für einen Hebezug und die Standfüße für Verkehrszeichen geschaffen. Beifahrerseitig wurden drei Kammern für die Aufnahme von B-Druckschläuchen geschaffen. Die Schläuche mit einer Gesamtlänge von 380 Metern werden dort bereits gekuppelt und  in sogenannte Buchten gelegt gelagert. Das MZF wird größtenteils zur Wasserförderung eingesetzt. Er  fährt  also zur Wasserentnahmestelle bringt dort die TS 8/8 in Stellung, die vom Maschinisten in Gang gesetzt wird, während die restlichen Besatzungsmitglieder bei langsamer Fahrt problemlos die Schlauchleitung zu unserm TSF-W/Z  oder einem anderen Fahrzeug verlegen können. Am Anhänger wurde eigens hierfür ein Drittbrett am Heck angebracht. Dort steht dann ein Kamerad und führt die Schlauchleitung während der Verlegung.

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Unsere Wehr verfügt noch über einen anderen offenen Anhänger der zum Sandsack- und Materialtransport eingesetzt wird.

Unser Gerätehaus

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Als es 1967 nach allen Hürden der Bürokratie und des ständigen Mangels an Baumaterial in der DDR gelungen war ein neues Gerätehaus zu errichten waren viele Kameraden froh nun bald bessere Voraussetzungen für ihren Dienst vor zu finden. 1966 wurde in der heutigen Flohrergasse mit dem Bau unseres Gerätehauses begonnen. Schon bald führte der Mangel an Baumaterial zu einer ungewollten Pause und man musste auf die Oberkante des Erdgeschosses ein Behelfsdach setzen. 1967 wurde das Dach dann wieder abgenommen und ein Obergeschoss auf die Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen gesetzt. Im Obergeschoss wurden zwei Wohnungen für Feuerwehrangehörige eingerichtet. Im übrigen gab und gibt es bis heute für diese zwei Wohnungen nur ein Bad! Im Bereich des Erdgeschosses findet man neben den Fahrzeugstellplätzen noch ein kleines Lager und eine, vor kurzem modernisierte, Toilette für die Kameraden. Unser Schulungsraum befindet sich in der ehemaligen Grundschule an der Hauptstraße. Wir hoffen, dass  die Modernisierung unseres Gerätehauses irgendwann möglich ist, denn das Haus verfügt auch nicht über eine zentrale Heizung, so das die Fahrzeughalle unbeheizt ist. Wir wissen aber auch das man mit einem schönen, modernen Gerätehaus keine Einsätze fahren kann und wollen deshalb unsere Prioritäten richtig setzen. Denn wir wissen das die finanzielle Situation der Kommune auch hier angespannt ist.

 

Schlauchpaket

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Wenn es zu einem Zimmer- oder Wohnungsbrand kommt, ist schnelles Handeln gefragt, um den Schaden für Personen und Gegenstände so gering wie möglich zu halten. Einige Kameraden haben sich deshalb im Herbst 2011 mit einer Neuerung im sogenannten Innenangriff auseinander gesetzt – das Schlauchpaket. War es bisher immer schwierig beim Vorgehen im Gefahrenbereich in geschlossenen Räumen den mit Wasser gefüllten Schlauch nachzuführen, so geschieht das nun durch eine besondere Aufrollweise des Angriffsschlauches viel einfacher. Der einfach gerollte Schlauch wird mit angekuppeltem Strahlrohr bis zum Einsatzort mitgenommen. An der Rauchgrenze angekommen, wird der Schlauch angeschlossen und mit Wasser gefüllt. Durch die einfache Rollweise  liegen die mit Wasser gefüllten Ringe nun übereinander und rollen sich gut geordnet auf, wenn der Trupp vorgeht. Eine Neuerung, die in unserer Wehr bald ihre dauerhafte Umsetzung finden wird.

Das Schlauchpaket wurde im Januar 2012 dauerhaft im Schlauchkorb des Angriffstrupps, im TSF-W/Z verlastet und steht somit in vollem Umfang für unsere Arbeit zur Verfügung.